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Vineta-Star Anke Lautenbach an Krebs erkrankt

Die Sängerin, Schauspielerin und Dozentin der Theaterakademie Vorpommern, Anke Lautenbach ist an Krebs erkrankt. Die Künstlerin wird vielen Zuschauern noch gut als Vineta-Darstellerin in Erinnerung sein.

Sie spielte 2009 die Sandtreiberin Sonja in der Inszenierung „Der Kupferpfennig“ und 2010 Feera, Königin der Nacht in „Der blaue Saphir“. Auch im Jahr 2011 sollte sie auf der Bühne stehen. In dem Open-Air-Stück „In Sachen Adam und Eva“ in Greifswald war sie für die Rolle der Richterin vorgesehen. Doch kurz vor Probenbeginn traf sie die Diagnose „Krebs“ und zwar in einem fortgeschrittenem Stadium und sie musste sich sofort einer intensiven Behandlung unterziehen. Bis zu ihrem Behandlungsbeginn war sie auch als Dozentin für Gesangsinterpretation an der Theaterakademie Vorpommern tätig und hat vielen Studenten, aber auch erfahrenen Kollegen geholfen, Lieder mit Herz und Verstand dem Publikum nahe zu bringen. Anke Lautenbach hat sich seither mehreren Therapien unterzogen, die nicht den gewünschten Erfolg brachten. Sie braucht dringend, eigentlich sofort, eine Knochenmarkspende.

Sie schreibt auf ihrer Facebook-Seite folgende Zeilen „Ihr Lieben, leider habe ich nicht so gute Nachrichten. Es ist immer noch kein Spender gefunden und die Chemo wird bei mir nicht mehr eingesetzt. In 4 Wochen muß ich einen Spender gefunden haben. Die Zeit läuft. Danke für Eure großartige Hilfe." Aber noch wollen wir nicht aufgeben. Wie sie leiden viele Menschen an dieser tödliche Krankheit und brauchen dringend Hilfe.

Eine letzte Möglichkeit ihnen zu helfen, ist sich bei der „Deutschen Knochenmarkspende“ registrieren zu lassen und zu spenden. https://www.dkms.de/home/de/spender-werden/registrierung.html

 

 

 

 


Absolvent der Theaterakademie wird Intendant in Dresden

Der Absolvent der Theaterakademie Vorpommern, Christian Kühn wird mit Beginn der Spielzeit 2012/13 neuer Intendant der Comödie Dresden.

Mit 29 Jahren ist er der jüngste Theaterleiter Deutschlands. Der Chemnitzer Christian Kühn wurde von 2003 bis 2006 an er Theaterakademie Vorpommern, in Zinnowitz ausgebildet. "Christian Kühn ist ungemein talentiert, vielseitig und professionell. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn für den Posten des Intendanten gewinnen konnten“, sagen die Direktoren der Comödie Stefan Schepnitz und Olaf Maatz. Während seiner Ausbildung in Zinnowitz fiel er auch hier schon durch bemerkenswerte Rollengestaltungen auf. So als Truffaldino in "Diener zweier Herren" von Goldoni. Mit dieser Inszenierung gastierte das damalige 3. Studienjahr auch in Kanada. Er war der jüngste Ui-Darsteller in Brechts "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui". Als stand er auch auf der Vineta-Bühne in dem Stück "Vineta-Die Elfenkrieger" . Kühn dramatisierte während seiner Ausbildung 2005 den Roman "Die Mitte der Welt". Die Inszenierung wurde an der Vorpommerschen Landesbühne uraufgeführt. Nach seinem Abschluss an der Zinnowitzer Einrichtung hatte er zunächst ein Engagement in St. Gallen, danach kam er zur Comödie Dresden, wo er in zahlreichen Stücken sein Können zeigte. So in "Gretchen ff", Der Weihnachtsgans Auguste und anderen Inszenierungen.

2011 feierte er an der Comödie Desden sein Regiedebüt. Christian Kühn war bereits vor seiner Studienzeit künstlerisch tätig und arbeitete als Amateurkabarettist bei den "Ruhmkugeln". Auch während seiner Zinnowitzer Zeit trat er ab und an mit seinem Partner Philipp Richter, ebenfalls Absolvent der Theaterakademie, mit seinem Kabarett auf.

 


 

 


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Überraschung! Streit! Liebe!

Liebes Publikum,

gleich eine der ersten Produktionen in der neuen Spielzeit trägt den spannenden Titel “Der Streit”, und irgendwie gehört der Streit zum Theater wie der Kern zum Apfel. Eine der Ursprungslegenden des Theaters geht (etwas vereinfacht) so: Irgendwann vor ca 2500 Jahren habe bei den alten Griechen ein gewisser Thespis genug gehabt von den im Chor vorgetragenen Lobgesängen, Hymnen oder Klageliedern und habe sich dem Chor entgegengestellt. Auf einmal gab es Rede und Gegenrede, das Theater war geboren.

Seitdem hat sich in der Medienwelt das ein oder andere getan, und man sagt, wir seien mal wieder mitten drin in einer Revolution. Digitalisierung und das Internet stellen unsere Medienwelt auf den Kopf. Aber aller Pixel- und Flimmerkram kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ohne Streit keinen Spaß macht. Ob es wie bei Marivaux um die Frage geht, wer wen zuerst betrog, ob Egon Olsen einen Plan gegen die bösen Mächte schmiedet, oder sich Rotkäppchen mit dem Wolf anlegt, der Zusammenstoß von Meinungen, Menschen oder Mächten bringt dem Zuschauer als lachendem Dritten den Gewinn.

Natürlich darf die Liebe dabei nicht zu kurz kommen, aber schon Shakespeare, der alte Fuchs, hat gewusst, dass beim Zusammenprall der Geschlechter die Funken fliegen müssen. Bei seiner “Zähmung der Widerspenstigen” ist ihm diese Komposition so gut geraten, dass sie seitdem oft kopiert worden ist.

Auch die Geschichte vom Teufel mit den drei goldenen Haaren ist, seit die Gebrüder Grimm sie aufgeschrieben haben, oft und in verschiedenen Versionen erzählt worden. Unsere Variante überrascht u.a. mit der Erkenntnis, dass die Frage, wer eigentlich der Bösewicht im Spiel ist, spannend bleiben kann, selbst wenn man den leibhaftigen Teufel im Personal aufbietet. Und Neil Simons “letzter der feurigen Liebhaber” wartet mit der Überraschung auf, dass der Held seinen ärgsten Widersacher auch in sich selbst haben kann.

Ob allerdings der Streit um die Mecklenburgisch-Vorpommersche Theaterlandschaft wirklich notwendig ist, wird sich noch erweisen. Mittlerweile hat er sogar die Amtszeit des Ministers, der ihn angezettelt hat, überdauert. Wir wollen jedanfalls das Unsere dazutun, dass am Ende die Liebe zum Theater siegt. Damit wir Sie - unser Publikum - auch weiterhin mit unserem Spiel überraschen können